BDE sorgt für mehr Transparenz in der Fertigung

Innovative Leistungen haben RINGSPANN zu einem führenden Unternehmen der Antriebstechnik, Spanntechnik und RCS® Fernbetätigungen gemacht. Viele namhafte internationale Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der Luftfahrtindustrie arbeiten heute erfolgreich mit RINGSPANN zusammen. Vom Hauptsitz in Bad Homburg ausgehend, sorgt ein weltweites Netz an Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern für bestmöglichen, persönlichen Service vor Ort. Montage- und Produktionsstätten in verschiedenen Ländern sichern schnelle und zuverlässige Belieferung. Über 70 Jahre Erfahrung in Konstruktion und Entwicklung machen RINGSPANN zu einem Experten für Antriebskomponenten und Präzisions-Spannzeuge.

RINGSPANN beschäftigt weltweit 450 Mitarbeiter, 265 davon arbeiten in Bad Homburg. Dort ist neben der Unternehmenszentrale auch das Werk Antriebstechnik. Gefertigt werden dort Lageraufträge, aber auch kundenspezifische Aufträge. Die gewerblichen Mitarbeiter arbeiten in Schichten, für die kaufmännischen Angestellten gelten Gleitzeitregelungen. Seit Januar 2013 steuert ein SAP-System das gesamte Unternehmen. Nachdem RINGSPANN sich beim ERP-System für SAP entschieden hatte, suchte man nach einer dazu optimal passenden Zeit- und Betriebsdatenerfassung. „Wir wollten ein integriertes, von SAP zertifiziertes Subsystem, das einfach zu bedienen ist und jederzeit erweiterbar“, erklärt Thomas Volz, der SAP-Projektleiter bei RINGSPANN. Vorher gab es keine elektronische Betriebsdatenerfassung. „Wir wollten aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Betriebsdaten effizient erfassen, um mehr Transparenz im Fertigungsbereich zu gewinnen und unsere Fertigungsaufträge nachkalkulieren zu können. Außerdem bilden die Daten die Grundlage für die Ermittlung des Prämienlohns.“ Nachdem man sich mehrere Systeme angeschaut hatte, entschied man sich am Ende für Kaba. „Kaba bot uns eine sehr gute Integration in unser SAP-System und erfüllte alle unsere Anforderungen.“, begründet SAP-Projektleiter Volz die Entscheidung. Hinzu kam, dass man für die Zutrittskontrolle bereits ein Zutrittssystem von Kaba bestehend aus Online-Lesern kombiniert mit mechatronischen Digitalkomponenten einsetzte. So konnten die vorhandenen Legic-Ausweise weiterverwendet werden.

Gemeinsam mit dem SAP-System mit den Modulen SD, MM, WM, PP, QM, FI, CO, HCM, etc. ging auch die Kaba Lösung live. „Die Integration hat von Anfang an funktioniert“, betont Thomas Volz. Die Basis der Kaba Subsystemlösung ist eine von SAP zertifizierte Schnittstelle, die eine einfache Integration sowie den sicheren und fehlerlosen Datenaustausch zwischen den SAP Modulen (HCM, PP, PM/CS) und den Kaba Erfassungskomponenten gewährleistet. Bei RINGSPANN kommen nur wenige Zeiterfassungsterminals vom Typ B-web 93 20 zum Einsatz, der Großteil der Anwesenheitszeiten und die kompletten Auftragsdaten werden an Touchscreen PCs über einen Kaba Web-Client erfasst. Über die Webzeiterfassung melden die Mitarbeiter bequem an einem PC-Arbeitsplatz Arbeitsgänge an- und ab. Gebucht werden an den 40 eingerichteten Arbeitsplätzen auch die Gut- und Ausschussmengen. Die erfassten Daten fließen zur Weiterverarbeitung in die SAP-Module PP und HCM. Eingesetzt werden auch die Kaba Add-On-Module Mehrmaschinenbedienung und Mehrauftragsbearbeitung. Diese ermitteln anhand der erfassten Zeitereignisse (Start/Ende) die in Anspruch genommenen Leistungen für die Mehrmaschinenbedienung und Mehrauftragsbearbeitung. Sie kalkulieren Nettozeiten für unterschiedliche Leistungen wie Arbeitszeit, Maschinenzeit, Aufrüstzeit usw. und erstellen Lohnscheine nach individuellen Vorgaben. Auch bei einer Mehrauftragsbearbeitung, bei der mehrere Aufträge von einer Person an einer oder mehreren Maschinen bearbeitet werden, lässt sich die Arbeitszeit nach unterschiedlichen Vorgaben aufteilen. Zusätzlich können die Pausenzeiten gemäß der SAP-Arbeitszeitplanung automatisch abgezogen werden.

Eine Sammelrückmeldung für kurzlaufende Aufträge ist ebenfalls noch geplant. Mit dieser Funktion kann der Mitarbeiter dann gleichzeitig bis zu 5 Aufträge an- und abmelden. Damit wird der Erfassungsaufwand reduziert. In Zusammenarbeit mit Kaba wurde eine spezielle Bildschirmmaske für die Mitarbeiter entwickelt, auf der sie sehen, welche Aufträge sie im laufenden und im Vormonat rückgemeldet haben. Diese sind schließlich die Grundlage für ihren Prämienlohn. „Früher wurden die Fertigungsbelege an die Personalabteilung gegeben. Heute geht alles elektronisch und man spart sich die manuelle Arbeit“, freut sich Thomas Volz. „Das System funktionierte von Anfang an gut und wurde auch von unseren Mitarbeitern gut angenommen. Wir haben extra viele Arbeitsplätze eingerichtet, damit die Mitarbeiter ohne große Wege schnell ihre Buchungen machen können.“ Als nächstes wird noch das Modul ‚Zeitabgleich‘ eingeführt. Mit diesem Modul werden gemeldete Auftragszeiten gegen die Anwesenheitszeit eines oder mehrerer Mitarbeiter nachträglich abgeglichen. Ein von Kaba bereitgestellter SAP- Baustein ermittelt die Korrekturzeiten im Hintergrund und schickt dann die geänderten Zeiten direkt ins PP- Modul. So können die Pausen der Mitarbeiter von den Aufträgen abgezogen werden.

Für RINGSPANN hat sich die Einführung der BDE auf jeden Fall gelohnt. „Wir haben jetzt eine zeitnahe Rückmeldung der Betriebsdaten und damit eine hohe Transparenz über die Fertigung, da wir zu jeder Zeit aktuelle Informationen über den Auftragsfortschritt, den Auftragsstatus und die Mengen haben“, erklärt SAP-Projektleiter Volz. „Unsere Prozesse wurden optimiert und verbessert. Die BDE sorgt für eine exakte Basis für die Nachkalkulation und die Lohnabrechnung. Generell sind wir sehr zufrieden mit dem System und der Zusammenarbeit mit Kaba. Die
Beratung war sehr kompetent und praxisbezogen. Zwischenzeitlich konnten wir auch bereits weitere Informationen aus SAP über den Kaba Web-Client den Mitarbeitern in der Produktion zur Verfügung stellen und die Transparenz im Unternehmen
verbessern.“

Petra Eisenbeis-Trinkle

Petra Eisenbeis-Trinkle

Petra Eisenbeis-Trinkle studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Tübingen. Nach beruflichen Erfahrungen in einer Lokalredaktion und einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit wechselte sie zu einem mittelständischen Unternehmen und baute dort die Pressestelle auf. Seit über 25 Jahren ist sie zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der dormakaba Deutschland GmbH, die zum weltweit tätigen dormakaba Konzern gehört.

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